Heut schreib ich über Überforderung, Familienwahnsinn, Bedürfnisse und die Ruhe selbst.

#StayAware und gönn dir was!

Der Wecker klingelt, viel zu früh, denn die Augenlider lassen sich nur mit Mühe öffnen und der Körper fühlt sich übermüdet und wie gerädert an. Gewohnte Überforderung. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich das Frühaufstehen lohnt, denn es ist noch alles ruhig, die Kinder schlafen und ich gönn mir ein paar Minuten Meditation während sich die Kaffeemaschine aufheizt. In mir noch alles ruhig, schnappe ich mir Zettel und Stift und brainstorme die Aufgaben für den heutigen Tag und die Dinge, die mir wichtig sind. Immer noch selig in Zufriedenheit begebe ich mich ins Badezimmer und genieße den Luxus in Ruhe und vor allem allein zu Duschen und lobe die morgendliche Zeit für mich in höchsten Tönen.

Fertig. Nach einer Stunde Ruhe und Frieden beginnt „The Real Life“. Kinder wecken, Baby stillen und wickeln, Frühstück und Jause vorbereiten, das Anziehen und Zähneputzen eines sich dagegen sträubenden Kindes. Geschrei und Gejammer, weil der Kindergarten langweilig ist und Zuhause das Leben doch viel schöner wäre. In mir fängt es schon an zu brodeln, da ich gerne den Vormittag zum Schreiben nutzen möchte und deshalb die Kapazität des Kindergartens voll ausnutzen will. Das Kind stellt sich derweil quer und mein Plan die freie Zeit mit meiner wichtigen Arbeit zu verbringen schrumpft von Minute zu Minute. Ich schaff es noch in der Ruhe zu bleiben, versuche die Stille und Zufriedenheit der morgendlichen Meditation und Zufriedenheit in mir zu wahren und dem Kind den Kindergarten schmackhaft zu machen. Das funktioniert mäßig. Kids einpacken- los geht´s!

Eine glückliche Mutter ist für die Kinder lehrreicher als hundert Lehrbücher über Erziehung

Im Mittelpunkt

Die Mutter ist der Mittelpunkt der Familie, die eigene Stimmung wirkt sich auf die anderen Familienmitglieder aus und färbt ab. Sie ist Anlaufstelle für die Bedürfnisse der Mitglieder und kann sie im besten Falle befriedigen. Sie managt den Haushalt, das Essen, die Wäsche, den Papierkram, die Organisation, das Kinderbespaßungsprogramm, arbeitet oft noch in einem Job und stellt sich meistens an die letzte Stelle der „Bedürfnis-Befriedigungs-Kette“

Balance und Ausgleich

Mein Schlüssel der Balance, des Vorbeugens einer Überforderung ist es, immer wieder Inne zu halten. Still zu werden und mich zu fragen, was ich brauche. Welche Bedürfnisse treten in mir hervor, diese liebevoll wahrnehmen, den Familienmitgliedern zu kommunizieren und zu befriedigen.

Sei gut zu dir und gib dir was du brauchst!

Die eigenen Bedürfnisse zu erkennen ist jedoch nur möglich, wenn ich mich selbst wahrnehme.  Immer wieder kurze Pausen einlege. Atme. Meinen Körper wahrnehme. Meinem Inneren lausche und mich mir selbst liebevoll zuwende.

Frage dich was du brauchst, damit es dir gut geht. Damit meine ich nicht Materielles, sondern Zeit für dich selbst. Wie verbringst du sie? Das größte Geschenk, dass du dir machen kannst. Erfülle es dir aus Selbstliebe und das allerwichtigste ist, erfülle es dir ohne Schuldgefühle, du hast das verdient!

Was du selbst und deine Familie brauchen ist eine glückliche, erfüllte und ausgeglichene Mutter.

Wie schenkst du dir Zeit? Schreib es uns unbedingt in die Kommentare.