Montag Morgen neun Uhr. Die Straßen sind leer gefegt, heute kein geschäftiges Treiben auf der Straße, die Sonne scheint frühlingshaft und die Vögel zwitschern fröhlich. Es ist wie in einem dieser apokalyptischen Endzeit-Filmen, wo die unwirkliche Ruhe und Stille Angst macht.

Die Welt befindet sich derzeit in einem Ausnahmezustand. Corona Virus oder auch COVID-19 genannt hält uns auf Trab. Um den Virus einzudämmen wurden von der Regierung gewisse Maßnahmen getroffen. Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen. Bis auf Lebensmittelläden und Trafiken sind alle Geschäfte geschlossen. Menschenansammlungen sollen weitgehend vermieden werden, um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden. In den Nachrichten wird von nichts anderem als COVID-19 gesprochen. Die allgemeinen Sanktionen wurden vorerst für vier Wochen ausgesprochen. Die ersten Verschwörungstheorien kursieren durch die Informationskanäle. Ob der Virus von höheren Mächten impliziert wurde weiß niemand. Die Wahrheit werden wir sehr wahrscheinlich nie erfahren. Was bleibt also nun? Eine Unruhe – manche Menschen spüren sie deutlich. Manche nur subtil und manche Menschen befinden sich vielleicht wirklich in ihrer Mitte.

Eine kollektive Wahrnehmung der Angst, kann unsere persönlichen Ängste triggern.

Auch wenn du keine Angst vor der aktuellen Lage im Außen hast kann dich die derzeitige Energie der Emotion Angst auf ganz persönlicher Ebene triggern. Die momentane Situation im Außen ist also ein Türöffner oder auch eine Change deinen Ängsten noch einmal auf tiefer und zugleich wahrhaftiger Ebene zu begegnen.

Liest du derzeit in den Social Media’s auch oft Sprüche wie: „Wähle Angst oder Liebe!“ oder „Entscheide dich jetzt zwischen Angst und Vertrauen!“? Versuchst du auch durch tägliche Affirmationen, Mantras, Meditationen, Tapings oder Körperübungen in deine Mitte zu kommen und dann irgendwann im Laufe des Tages meldet sich dann doch die Angst oder eine Unruhe zurück?

Verstehe mich nicht falsch – ich denke all die genannten Methoden, die ich übrigens selbst praktiziere, sind wunderbare Möglichkeiten, um unsere energetische Schwingung auf ein höheres Niveau bringen. Doch warum werden wir im Außen immer noch getriggert? Warum fühlen wir uns energetisch trotzdem manchmal so leer und ausgelaugt?

Könnte es sein, dass wir durch unsere täglichen Übungen nur einen temporären Zustand des Vertrauens, des Friedens und des Wohlwollens erschaffen? Könnte es sein, dass wir dadurch nur oberflächlich versuchen ein Leck zu stopfen? Könnte es sein, dass eine Ebene drunter – nämlich im Kellergeschoss – am Fundament es stinkt und modert? Könnte es sein, dass wir mit den täglichen Übungen versuchen eine ungesehene und eingekapselte Angst zu kontrollieren?

„Ich möchte damit sagen, dass es Zeit ist die Kinderschuhe der persönlichen und spirituellen Weiterentwicklung hinter uns zu lassen und einen Schritt weiter bzw. tiefer zu gehen.“

Warum ANGST zutiefst menschlich ist…

Wir sind hier auf der Erde in einer dualen Welt. Wir werden, insofern wir in einem menschlichen Körper stecken, NIE reines Bewusstsein sein. Dem Paket „Mensch“ wohnt immer ein animalischer Teil inne. Und zu diesem animalischen bzw. evolutionstechnischen Anteil gehört ebenso die ANGST liebe Freunde.

Denn Angst ist ein lebensnotwendiger Mechanismus für den Menschen. Angst lässt uns in einer gefährlichen Situation blitzschnell über Flucht oder Angriff entscheiden und dementsprechend reagieren. Würdest du also keine Angst besitzen, wärst du dem Tode ziemlich ausgeliefert. Angst ist also ein unglaublich wichtiger Energielieferant für uns, der über Leben und Tod entscheiden kann.

Das heißt also, dass Angst NICHT unser Feind ist!!! Angst ist unser FREUND, Angst ist einer unserer stärksten Antriebe. Hinter unserer Angst liegt meist unsere größte Kraft und vor der haben wir in den meisten Fällen Angst. Oder wir haben Angst VOR der Angst.

Sei also mal ganz ehrlich zu dir und frage dich, was deine größte Angst ist. Die Angst vor dem Versagen zum Beispiel. Was könnte das Geschenk bzw. die positive Seite von Versagen sein? Mir selbst und anderen zu zeigen, dass ich/wir nicht perfekt sind, dass wir verwundbar sind? Welch ein schönes Geschenk. WOW! Ich muss also nicht perfekt sein. Spürst du welche Leichtigkeit und Freiheit diese Aussage/diese Tatsache mit sich bringt?

DIE ANGST-TYPEN

1. Die „Licht- und Liebetypen“

Da gibt es derzeit die Menschen da draußen, die scheinbar alles unter Kontrolle haben und das Vertrauen anstatt die Angst gewählt haben. Sie fühlen sich sicher und regen sich unaufhörlich über jene auf, die in Panik sämtliche Lebensmittel im Supermarkt leer gekauft haben.

Wir müssen verstehen, dass wenn uns eine Situation im Außen dermaßen emotional mitnimmt, es höchstwahrscheinlich etwas mit UNS SELBST zu tun hat. Wir können uns also fragen, welche verdrängten Anteile durch diese Situation im Außen ans Tageslicht kommen.

Um bei dem Beispiel mit dem Supermarkt zu bleiben…
Wenn ich mich nun also über die Menschen die Panikkäufe tätigen extrem aufrege, könnte ich mich also fragen: Was hat diese Situation mit mir zu tun? Welche Ängste ruft dieses Verhalten in mir hervor? Wie bezeichne ich solch einen Menschen im Supermarkt? Als egoistisch, als oberflächlich, als Idioten? Könnte es also sein, dass ich irgendwann mal beschlossen habe NICHT egoistisch sein zu wollen. Ich hoffe du konntest mir bis hierhin folgen.

Noch einmal: Äußere Situationen, die mich emotional aufwühlen könnten mögliche Trigger für unsere eigenen Ablehnungen und Ängste sein.

2. Die „Panischen“

Dann gibt es da jene Menschen, die ganz offensichtlich Angst haben und diese zum Beispiel durch häufigen Medienkonsum ständig bestätigen. Wie wir bereits wissen, ist das Gefühl der Angst einer der größten Kraftquellen. Durch Angst kann der Mensch seine Kraft und seine Power intensiv spüren. Leider kann es passieren, dass sich jene Menschen nur noch durch das Gefühl der Angst spüren lernen. Was dann zu einer regelrechten Obsession werden kann. Denn jeder Mensch will natürlich in seiner Kraft sein. Jene Menschen füttern und nähren durch ihre chronische Angst das kollektive Angst-Feld.

ACHTUNG – es geht nicht um Verurteilung…

Es ist mir extrem wichtig an dieser Stelle zu sagen, dass es nicht um Verurteilung geht. Es geht auch nicht darum ein Verhalten eines Menschen zu verurteilen. Es geht vielmehr darum, dir BEWUSST zu werden, woher deine Energie kommt, welche Muster bei dir in der Tiefe deines Unbewussten ablaufen und was das Außen mit dir persönlich zu tun hat.

Es geht darum, eine Ebene tiefer zu gehen und dich zu fragen, ob du deine Angst als Freund oder Feind siehst. Es geht darum Mitgefühl für dich selbst zu entwickeln und mögliche eingekapselte Energie (eventuell sind hier Traumata eine Ursache davon) freizulassen. Es geht darum, deine Schattenaspekte zu integrieren.

WAS KANN ICH ALSO KONKRET TUN?

1. Erkenne Angst an als ein Teil deiner menschlichen Existenz an.
2. Wenn du Angst spürst, lass sie da sein und versuche sie im Körper zu lokalisieren. Lass sie da sein – wie fühlt sie sich an?
3. Entwickle deiner Angst gegenüber echtes Mitgefühl. Sperr sie nicht länger weg. Sie will da sein und gesehen werden.
4. Frage dich, was ihr Geschenk sein könnte. Erkenne ihre Super-Power.
5. Fühlst du dich alleine nicht sicher genug, deiner Angst und deiner Dunkelheit zu begegnen? Dann such dir doch Unterstützung -vielleicht bei einem Coach oder in einer Beratung.

„Schöpfe Kraft aus deiner Dunkelheit.“

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zur Stärkung deines Immunsystems.

 

♡ Danke, dass du meinen Blog-Artikel gelesen hast. Vielleicht konntest du sogar eine Erkenntnis für dich mitnehmen. Ich bin Dipl. Lebens- und Sozialberaterin in Ausbildung und kann dich durch eine Coaching- oder Beratungssession (1:1 oder per Online-Sitzung) in einer Krise oder in einem Veränderungsprozess professionell unterstützen. Meine Website ist erst im Aufbau. Gerne kannst du dich per E-Mail für einen Termin bei mir melden. Ich freue mich!